Energy Storage an der Westküste

Energy Storage

Der US-Markt für Energiespeicherung hat vor allem vom Aufschwung im Bereich erneuerbare Energien der letzten Jahre profitiert. Es wird geschätzt, dass in den kommenden zehn Jahren rund 240 Billionen US-Dollar in Speichernetzwerke investiert werden. Auch die staatliche Unterstützung in den USA ist beachtenswert. Als Teil des American Recovery and Reinvestment Act (ARRA) stellt das Department of Energy (DOE) rund 185 Millionen US-Dollar an Fördergeldern zur Verfügung, um Energiespeicherprojekte von einem Volumen von insgesamt 772 Millionen US-Dollar zu unterstützen. Der Energy Independence and Security Act aus dem Jahr 2007 schreibt zusätzlich die Einrichtung von vier Energy Storage Reseach Centre durch das DOE vor.

 

Die wichtigsten Fakten für den Energiespeicher-Markt in den USA: 

 

  • Markttreiber in den USA sind vor allem Investitionen in smart grids (intelligente Stromnetze) und micro grids (Mikronetzstrukturen), das zunehmende Bedürfnis nach Versorgungssicherheit, der steigende Anteil an erneuerbaren Energien, sowie bundesstaatliche Regulierungen und Subventionen.
  • Kalifornien nimmt in der Energiespeicherung eine Vorreiterrolle ein.
  • Kalifornien bietet Subventionen für die Einführung von Energiespeicherung an. Der Bundesstaat fördert beispielsweise über das Self-Generation Incentive Program (SGIP) die Einführung von Energiespeichersystemen. Während Energiespeichersysteme lediglich seit 2009 für SGIP-Subventionen in Frage kommen, stellten sie im Jahr 2012 bereits 84% der Subventionsanträge dar.
  • Zudem fördert das Permanent Load Shifting (PLS) Programm der California Public Utilities Commission (CPUC) die Entwicklung von Energiespeicherung. Unter diesem Programm stellt die CPUC rund 32 Millionen US-Dollar an Fördergeldern zur Verfügung, sowie bis zu 1.5 Millionen US-Dollar für bestimmte Energiespeicherprojekte.
  • Eine im Juni 2013 veröffentlichte Beschlussvorlage der CPUC legt neue Beschaffungsstrategien zur Energiespeicherung in Kalifornien vor. Der Beschluss sieht die Anschaffung von Energiespeichern von insgesamt  1.3 GW für  die drei größten privaten Stromversorger bis 2020 vor.
  • Die Veröffentlichung der Beschlussvorlage der CPUC ist das Ergebnis eines Prozesses, der im Jahr 2010 mit der Verabschiedung der California Assembly Bill 2514 begann. Die California Assembly Bill 2514 ist US-weit das erste Gesetz, welches die Energiespeicherung aktiv fördert. Die Beschaffungsstrategie der Beschlussvorlage sieht u.a. ein Reverse Auction Mechanism vor, welches verbindliche Planziele für die Integration von Energiespeicher ins kalifornische Versorgungsnetz festlegen soll. Die erste Auktion wird voraussichtlich im Juni 2014 stattfinden.
  • Sollte sich der Durchschnittspreis für Energiespeicherung auf rund 700 – 750 USD pro KWh einpendeln, könnte der US-Markt aktuell ein Kapazitätsvolumen von knapp 14 GW erreichen. Bei einem Preis von 500 USD pro KWh und weniger könnte sich der US-Markt aktuell sogar verdoppeln.
  • Derzeit befinden sich 143 Energiespeichersysteme in Betrieb, wobei 36 davon in Kalifornien angesiedelt sind. Insgesamt 28 Projekte befinden sich im Bau, davon 11 in Kalifornien. 8 weitere Projekte wurden bereits angekündigt, 2 davon sind in Kalifornien geplant.
  • Allein in der San Francisco Bay Area existieren bereits 30 Start-Ups im Bereich Energiespeicherung.
  • Zwischen 2011 und 2012 erhielten Unternehmen im Bereich Energiespeicherung Wagniskapital  in Höhe von rund 630 Millionen USD. Diese Investitionen repräsentierten 11% des Wagniskapitals der kalifornischen CleanTech-Branche zwischen 2010 und 2011.
  • Zudem gab es zwischen 2008 und 2010 insgesamt 258 Patentanmeldungen für Batterien in Kalifornien.

Quellen: Vgl. Navigant Research (2. Juni 2013): Energy Storage Gets a Boost in California; Greentechgrid (11. Juni 2013): California Sets Energy Storage Target of 1.3GW by 2020; Energy Storage Journal (November 2012): California’s AB 2514: Storage Policy in Action; Gigaom (29. April 2011): 5 Things You Need to Know About Energy Storage